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Kinder fliegen aus dem Spatzennest - Ein Artikel von Angela Dähling |
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Samstag, 12. Mai 2007 |
Zillertal: Kinder fliegen aus der Kinderkrippe "Spatzennest"
Die einzige öffentlich-rechtliche Kinderkrippe des Zillertals, das "Spatzennest" in Schwendau, wird aufgelöst.
Das Wohl der Kinder ist allen wichtig.
Bild: Dähling
aus der Kinderkrippe "Spatzennest"
Die einzige öffentlich-rechtliche Kinderkrippe des Zillertals, das "Spatzennest" in Schwendau, wird aufgelöst.
Das Wohl der Kinder ist allen wichtig.
Bild: Dähling
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Das "Spatzennest" soll mit September auf Vereinsbasis gestellt werden, damit die Kosten für die drei Gemeinden Schwendau, Hippach und Ramsau gesenkt werden können. Letztere haben beschlossen, aus dem Spatzennest-Finanzierungsboot auszusteigen. Allein kann Schwendau die Kinderkrippe nicht finanzieren.
Mit der Trägerschaft durch einen Verein entfallen für die drei Gemeinden die Personalkosten. Diese hätten trotz einer 70-prozentigen Förderung für die Lohnkosten der Kindergärtnerin bzw. 30 Prozent für jene der Assistentin jährlich mit einem Minus von rund 24.000 Euro zu Buche geschlagen, rechnet der Schwendauer BM Franz Hauser vor.
Zu hohe Kosten
Durch die forcierte Umstrukturierung wären künftig nur mehr die Betriebskosten in Höhe von rund 16.000 Euro für die Gemeinden zu bestreiten. "Sie sollten gedrittelt werden, dafür haben Eltern aus den drei Gemeinden auch ein Vorrecht bei der Aufnahme in die Kinderkrippe", schildert BM Hauser die Vorstellung seines Gemeinderates.
Die Kindergärtnerin und ihre Assistentin haben bereits die Kündigungen bekommen. Die Abfertigungszahlungen wird Schwendau allein bestreiten. "Damit werden wir uns abfinden müssen. Allerdings stehen bei den Ramsauern noch Zahlungen für 2006 aus", sagt BM Hauser. Der Schwendauer Dorfchef muss jetzt auf die Reaktionen seines Vorschlages bzw. Beschlüsse aus den beiden Nachbargemeinden warten. "Auch im Sinne der Eltern und der Kinder hoffe ich auf eine rasche und positive Entscheidung", sagt Hauser.
Rettung in Sicht
Kindergärtnerin Regina Lederer hält die Miet- und nicht die Personalkosten für das Problem. Sie sieht einer ungewissen Zukunft entgegen und hat sich bereits an Landespolitiker gewandt, damit die Kinderkrippe in bestehender Form weitergeführt werden kann. Lederer fürchtet andernfalls auch Qualitätsverluste. Diese Befürchtung kann Werner Csrnko nicht teilen. Er ist Obmann des Vereines, der das "Spatzennest" voraussichtlich leiten soll.
Ausgestattet mit zehnjähriger Erfahrung bei der Kinderkrippe in Mayrhofen ist Csrnko überzeugt, "die Qualität im Spatzennest halten, wenn nicht gar steigern zu können".
In Mayrhofen werden von bis zu zehn ausgebildeten Kleinkindbetreuerinnen sowohl einheimische als auch Kinder von Urlaubern betreut, wobei der Elternbeitrag für Mayrhofner Kinder um 50 Euro günstiger als in Schwendau ist.
Die genauen Kostenaufstellungen inklusive Personalkosten beim "Spatzennest" kennt Csrnko noch nicht. Auch könne er nicht sagen, ob die Kindergärtnerin und ihre Assistentin übernommen werden. "Sie können sich bewerben und wir schauen, ob wir finanziell zusammenkommen", so Csrnko.
Von Angela Dähling
11.05.2007 |
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