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Ablaufdatum für den Ramsberglift Drucken E-Mail
Dienstag, 17. April 2007
Aufbruch statt Abbruch

Ideenlosigkeit, mangelnde Bereitschaft für kreative Konzepte und ein Denken
in Großraumdimensionen

img_4813.jpgramsberglift









Bereits beim letzten Gemeinderatswahlkampf wurde klargestellt, dass der Ramsbergliftals wichtige Infrastruktureinrichtung erhalten werden muss. Nunmehr wird immer klarer, dass die Zeller Bergbahnen mit ihrem Geschäftsführer Dieter Grepl nicht im leisesten daran denken, diesen für Ramsau wichtigen Lift, zu erhalten.  Erst vor kurzem holte sich die Zeller Bergbahn einerseits Angebote für den Bau eines zweiten Zubringers – andererseits auch die Kosten für den Abbruch des Ramsbergliftes, ein.
Diese Vorgangsweise interessiert natürlich auch die Gemeinde Hainzenberg mit der Gerlossteinbahn. Eine Aussprache zwischen dem Geschäftsführer der Zeller Bergbahnen Dieter Grepl und den Gemeindevorständen von Ramsau und Hainzenberg brachte keine Annäherung der Standpunkte.
Dieter Grepl als Geschäftsführer der Zillertalarena wurde zu seiner Einstellung und den Zukunftsaussichten zum Ramsberg befragt. Zufriedenstellende Antworten blieben jedoch aus. Zu sehr haben sich die Wertigkeiten in Richtung „Think Big“ verschoben und möglichen kreativen Ideen zur Nutzung des Liftes in den Weg gestellt. Ein Abbruch bzw. Rückbau scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Von einem angesprochenen Verkauf der Liftanlagen, wollte Herr Grepl ebenfalls nichts wissen, da Ramsau speziell im Sommer mit pfiffigen und kreativen Ideen eine Konkurrenz zu den Zeller Bergbahnen darstellen könnte.
Eine Preisreduktion bei den Liftkarten wird  mit dem Hinweis auf die Verträge mit  der IG – Seilbahnen unmöglich gemacht. Dieter Grepls Motto „Think Big“ macht auch die von ihm genannte Investitionssumme von ca. 20 bis 25 Millionen Euro verständlich. Er  betont gleichzeitig, dass etwas anderes als der Ausbau in ein „echtes“ Skigebiet  mit 4er-Gondeln, etc,.. nicht zielführend ist und verlangt einen Hälftebeitrag durch die Gemeinden bzw. öffentlichen Institutionen.
Der Standpunkt der Zeller Bergbahnen ist für die Gemeinde Ramsau (und mit Sicherheit auch für  Hainzenberg) nicht verständlich. Einen kleinen gemeinsamen Nenner hat man letztendlich in der Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie für den gesamten Berg, durch ein noch auszuwählendes Beraterunternehmen, gefunden.
Unter Beteiligung der Gemeinden bemüht man sich jetzt endlich, ein alternatives Konzept auszuarbeiten, welches dem Ramsberglift die Chance einräumt, als „Nischenprodukt“ im Sommer und Winter zu überleben. Es gibt genügend Familien mit kleinen Kindern, welche kleine Gebiete mit speziellen Angeboten wie Rodeln in jeder Form, Schneewandern, Skifahren für Anfänger, Kinderwelt,... begrüßen würden. Schauen wir aber was die Machbarkeits- bzw. Wirtschaftlichkeitsstudie ergibt.
Dass die Gemeinde Ramsau wirtschaftliche Interessen von Unternehmen nicht verhindert, zeigte sie mit der damaligen Befürwortung des Zusammenschlusses der Skigebiete Zeller Bergbahnen und Gerlos - im Glauben und Vertrauen an die damalige Landespolitik und an die Zeller Bergbahnen -   welche den Erhalt bzw. Modernisierung zugesagt hatten. Ein Ausbau ohne einen positiven Beschluss der Gemeinde Ramsau wäre nicht möglich gewesen.
 
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